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PISTE GUT, ALLES GUT!

Wie man sich doch täuschen kann: von wegen ein paar Mal mit dem Pistenfahrzeug rauf und runter kriechen! Gute Pisten sind wie guter Wein – sie brauchen Zeit. Unsere Pistenmaschinenfahrer und unsere Beschneier, auch Frau Holles Stellvertreter genannt, geben Tag und Nacht ihr Bestes, dir deinen perfekten Tag auf den Pisten von LAAX zu gewähren.

Erste Vorarbeiten im Sommer

Eigentlich fängt das Leben einer perfekten Piste aber schon viel früher an. Nämlich dann, wenn Wiesen noch grün sind, Alpenrosen und Enziane blühen, Kühe weiden und Wanderer und Mountainbiker den Berg erobern. Pisten bereitzustellen, die den Ansprüchen der Schneesportler genügen, ist nämlich ein permanenter Prozess – und ein aufwendiger obendrein. 

Der Berg wird von den Spezialisten der Bergbahnen bereits im Sommer unter die Lupe genommen. In erster Linie geht es immer darum, das Gelände so zu gestalten, dass man im nächsten Winter auch mit wenig Schnee – sei er technischen oder natürlichen Ursprungs – auskommen könnte und die Pistenbedingungen trotzdem gut sind.

Im Spätherbst gehts richtig los

Sobald es kalt genug ist – um die minus vier Grad – kann mit der heute unverzichtbaren Grundbeschneiung, das heisst mit der Erzeugung von technischem Schnee, die Basis für den Wintersportbetrieb gelegt werden. Zum Einsatz kommen rund 400 Schneeproduzenten – zum einen fix installierte Schneilanzen, zum anderen mobile Schneekanonen, die meist mit dem Helikopter an den jeweiligen Einsatzort geflogen werden. 

In der Anfangsphase der Beschneiung stehen zwischen vier und sechs Pistenmaschinenfahrer im Einsatz und bis zu zehn Beschneier – sie sind sozusagen Frau Holles Stellvertreter auf Erden.

 

 

Mit modernster Technik

Die Grundlage für alle Arbeiten an der Piste bildet die digitale Vermessung des Geländes aus der Luft und am Boden. Sämtliche Pisten und Snowparks werden zentimetergenau erfasst. Diese Daten werden ständig aktualisiert und liefern die wichtigsten Informationen für eine optimale Beschneiung und die maschinelle Präparierung der Pisten. Die Beschneier wissen somit genau, welche Menge an technischem Schnee – umgangssprachlich auch «Kunstschnee» genannt – es bei der Grundbeschneiung braucht. Von den Geländedaten profitieren zudem die Pistenmaschinenfahrer, die in den neuen Hightechfahrzeugen sitzen.

Ihnen steht im Cockpit ein GPS-gestütztes Maschinen steuerungssystem zur Verfügung. Herzstück des Systems ist eine 3-D-Schneehöhenmessung in Echtzeit, die darüber hinaus die Soll- und Ist-Zustände permanent vergleicht. Der Fahrer sieht auf dem Bildschirm, wie viel Schnee wohin geschoben werden muss. So lässt sich die Piste immer gleich gut in Form bringen. Das System vereinfacht und perfektioniert das Schneemanagement erheblich. Es ermöglicht einerseits eine Steigerung der Energieeffizienz, und anderseits können die Betriebskosten gesenkt werden. Die Bergbahnen brauchen weniger Personal, Diesel, Strom und Wasser.

Kunstschnee oder technischer Schnee

Wasser wird mit viel Druck durch die feinen Düsen der Schneekanonen oder Schneilanzen gepresst. Dabei entstehen kleine Tröpfchen, die sofort gefrieren und sich als Eiskörner niederschlagen. Technisch hergestellte Schneekörner sind viel kleiner als Naturschneeflocken, daher sind Pisten mit technischem Schnee meist hart.

Pulverschnee

Ist sehr trockener, leichter und lockerer Schnee. Er fällt bei besonders niedrigen Temperaturen und ist bei Wintersportlern wohl der begehrteste Schnee.

Sulzschnee

Ist der typische Frühlingsschnee. Er ist körnig und hat einen hohen Wassergehalt. Diese Körner entstehen, wenn Schnee immer wieder auftaut und gefriert.

Harsch

Ist ein hartgefrorener, eisverkrusteter Schnee. Oft liegt unter der harten Eiskruste eine lockere Schneeschicht.

Am Ende sind es 224 Kilometer

Mit Hilfe der Beschneiungsanlagen, vieler fleissiger Hände und hoffentlich auch dank Frau Holle sind spätestens an Weihnachten 224 Pistenkilometer befahrbar. Davon werden aktuell 81 Kilometer technisch beschneit, was 35 Prozent des Gebiets entspricht. Egal, ob viel Schnee oder wenig – bevor eine Piste geöffnet werden kann, wird sie noch signalisiert, markiert und gegen Gefahren gesichert. Tausende von Stangen müssen gesteckt werden, nur um die Pistenränder zu kennzeichnen. Wer schon einmal in dichtem Nebel unterwegs war, weiss diesen Aufwand zu schätzen. Zur besseren Orientierung sind die Markierungsstangen auf der rechten Seite der Piste zu zwei Dritteln mit roter Leuchtfarbe angemalt, auf der linken Seite der Piste nur zu einem Drittel. Selbst wenn an Weihnachten die Grundbeschneiung abgeschlossen ist, und die Equipe der Beschneier reduziert werden kann, ist weiterhin «nachschneien» angesagt.  Ein Teil dieser Aufgabe wird von den Patrouilleuren übernommen. Die Hauptagierenden der Pistenpflege während der Saison sind aber die Dirigenten der Pistenmaschinen.

33 Fahrer wechseln sich ab, um die aus 24 Kettenfahrzeugen bestehende Flotte der Bergbahnen zu bewegen. Pistenbullyfahrer sollten Nachtmenschen sein. In der Regel beginnt ihr Arbeitstag erst um 16 Uhr und endet gegen 1 oder 2 Uhr in der Früh. Eine Piste muss nach dem Präparieren nämlich noch mindestens sechs Stunden lang «ziehen» – ähnlich wie ein guter Tee. Bei Schneefall verlagern sich die Arbeitszeiten allerdings bis in den Morgen hinein, sodass eine zweite Schicht zum Einsatz kommt. Den abschliessenden Sicherheitscheck übernehmen am frühen Morgen die Patrouilleure. Auf ihrer Kontrollfahrt dürfen sie als Erste den jungfräulichen Schneeteppich geniessen. Ein Vergnügen, das sie mit den Frühaufstehern unter den Wintersportlern teilen. Kein Grund zur Sorge: Selbst Langschläfer können in LAAX auf perfekt präparierte Pisten zählen. Das haben sie neben Frau Holle den vielen unermüdlichen Schneeexperten der Bergbahnen zu verdanken.

LAAX Reservation:
Tel.: +41 81 927 77 77

Gästeinformation:
Tel.: +41 81 920 92 00 

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